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cream Maine Coon cat
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Die Maine Coon im Porträt

Est. read time: 9 min.

Die Maine Coon ist eine natürlich entstandene, großwüchsige Katzenrasse aus Neuengland, die weltweit die Herzen vieler Menschen erobert hat. 

Der Ursprung dieser beliebten Katzenrasse liegt im Dunkeln. Viele vermuten, dass die Maine Coon aus der Kreuzung einer Hauskurzhaarkatze mit einer langhaarigen Katze aus Europa entstanden ist. Andere spekulieren, dass sie von der Norwegischen Waldkatze abstammt.

Diese Katzen ziehen mit ihrer Größe alle Blicke auf sich. Schon von Natur aus zählen sie zu den großen Rassen, doch ihr langes Fell lässt sie noch imposanter wirken. Die Maine Coon hat ein wunderbares Wesen, ist sehr gesellig und intelligent. Diese überlebensgroße Katze ist ein großartiges Familienmitglied.

Im Folgenden geht es um Geschichte, Größe und Charakter der Maine Coon.

Maine Coon-Katze

...auf einen Blick

Charakter

Verspielt, anpassungsfähig, freundlich

Lebenserwartung

12–15 Jahre

Gewicht

4,5–11,3 kg

Fell & Farben

Lang, struppig; verschiedene Farben und Muster

Energielevel

Mittel

Zuneigung

Hoch

Freundlichkeit

Hoch

Haarausfall

Mittel

Pflegeaufwand

Mittel

Überblick über die Maine-Coon-Rasse

Graue Calico-Maine-Coon-Katze

Die Maine Coon zählt zu den großen Hauskatzenrassen, was einem sofort auffällt, wenn man eine solche Katze zu Gesicht bekommt. Zwar sind weibliche Maine Coons in der Regel kleiner als Kater, dennoch wirken auch sie beeindruckend groß.

Aufgrund ihrer Größe und ihres Wesens haben Maine Coons den Spitznamen „sanfte Riesen“ erhalten. Man vergleicht sie eher mit Hunden als mit anderen Katzen!

Größe

Die Maine Coon zählt zu den größten Hauskatzenrassen und ist bekannt für ihre beeindruckende Größe und ihr freundliches Wesen. Ausgewachsene Kater wiegen typischerweise zwischen 5,9 und 8,2 Kilogramm, Kätzinnen zwischen 3,6 und 5,4 Kilogramm – damit sind sie deutlich größer als die durchschnittliche Hauskatze. Einige außergewöhnliche Exemplare übertreffen diese Werte sogar noch.

Gewicht

Maine Coons wirken oft größer, als sie tatsächlich wiegen – doch ihr Gewicht ist dennoch beachtlich. Kater können bis zu 11,3 Kilogramm wiegen, Kätzinnen bis zu 8,2 Kilogramm. Ein typischer Gewichtsbereich liegt bei 4,5 bis 8,2 Kilogramm.

Ernährung und Bewegung beeinflussen das Gewicht einer Maine Coon maßgeblich. Sie kann sehr aktiv sein und liebt es zu spielen, ist aber auch ein großer Fan des Herumlungerns (wer ist das nicht?). Bei zu viel Faulenzen besteht jedoch das Risiko einer übermäßigen Gewichtszunahme. 

Körperlänge

Die Maine Coon ist nicht nur schwer, sondern gilt auch als eine der (wenn nicht die) größten Katzenrassen überhaupt. Von der Nasenspitze bis zur Schwanzspitze erreicht sie typischerweise 76 bis 102 Zentimeter, wobei die längste je registrierte Maine Coon eine Länge von 123 Zentimetern erreichte. 

Wer eine große Katze sucht, wird bei der Maine Coon definitiv fündig. Sie ist eine imposante Erscheinung, bei der man kurz zweimal hinsehen muss: Läuft da gerade ein Luchs durch das Wohnzimmer? 

Fell

Das Fell der Maine Coon ist üppig und weich, dicht und schützend – gemacht, um die kalten Winter Neuenglands zu überstehen. Zwar sind viele Maine Coons braun getigert, doch Farben und Muster ihres struppigen Fells variieren stark und reichen von einfarbig über Schildpatt bis hin zu zweifarbig und mehr. Die meisten Muster und Farben werden von Zuchtverbänden anerkannt, mit Ausnahme von Point-Mustern sowie den Farben Lavendel und Schokolade. 

Ihr langes, struppiges Fell hält den Körper warm. Eine flauschige Halskrause betont die Brust, und die großen Pfoten erinnern an Schneeschuhe (das ist als Kompliment gemeint). Obwohl das Fell dicht und schwer ist, verfilzt es bei regelmäßigem Kämmen (und Kuscheln) nur minimal.

Lebenserwartung der Maine Coon

Diese sanften Riesen wachsen langsam heran und benötigen oft drei bis fünf Jahre, um vollständig ausgewachsen zu sein. Bei guter Pflege und optimalen Bedingungen kann eine Maine Coon bis zu 15 Jahre alt werden. Deshalb sind Ernährung und Bewegung so wichtig.

Achten Sie darauf, dass Ihre Maine Coon ein gesundes Gewicht hat und ausreichend Bewegung bekommt, um optimal gesund zu bleiben. Und übertreiben Sie es nicht mit den Kalorien – ganz gleich, wie viele niedliche Posen sie für ein Leckerli einnimmt!

Braun getigerte Maine-Coon-Katze

Die Geschichte der Maine Coon

Nicht alle Katzenrassen gelten als natürlich entstanden – viele der heute beliebtesten Rassen sind vom Menschen gezüchtet. Bei der Maine Coon ist das anders. Sie entstand vor mehr als einem Jahrhundert (möglicherweise bereits im 17. Jahrhundert) in der Wildnis von Maine; sie ist sogar die offizielle Staatskatze von Maine.

Die Maine Coon geht vermutlich auf eine Begegnung zwischen einer domestizierten American-Shorthair-Katze und einer langhaarigen Katze aus Übersee zurück. Sie passten sich den kalten Wintern an und überlebten – so wurden sie zu den liebenswerten Katzen, die wir heute kennen. 

Niemand weiß genau, woher die Maine Coon tatsächlich stammt, und wahrscheinlich haben Sie bereits einige unterschiedliche Mythen über ihre Herkunft gehört:

  1. Die Maine Coon sei zum Teil ein Waschbär.
  2. Die Rasse stamme von den Türkisch-Angora-Katzen Marie Antoinettes ab.
  3. Maine Coons seien mit Wikingerschiffen nach Amerika gekommen. 

So magisch und geheimnisvoll diese Geschichten auch klingen mögen – leider sind sie nicht wahr. 

Als die Maine Coon Ende des 19. Jahrhunderts als Rasse etabliert wurde, wurde sie schnell als Arbeitskatze geschätzt, die Ratten und Mäuse von Scheunen fernhielt. Es gab natürlich auch Ausnahmen: Eine getigerte Maine Coon namens Cosey gewann 1895 den Titel „Beste Katze“ auf der Katzenausstellung im New Yorker Madison Square Garden. (Offiziell ist jede Katze natürlich die beste Katze aller Zeiten!)

Diese Katzen waren nützlich, aber auch loyal und freundlich – Eigenschaften, die später dazu führten, dass man sie zunehmend als Haustiere hielt. Die Maine Coons erkannten schnell, wie wertvoll menschliche Gesellschaft sein kann. Was gibt es Schöneres als Mahlzeiten ohne Anstrengung, sauberes Wasser und ein gemütliches Sofa?

Rassemerkmale

Wenn die meisten Menschen an eine Maine Coon denken, denken sie an „groß“. Und damit liegen sie richtig. 

Die Maine Coon ist eine große Katze mit langem Fell, das sie noch größer wirken lässt. Sie ist zudem liebevoll und loyal gegenüber ihrer Familie. Sie können beruhigt sein, wenn Kinder oder andere Haustiere in der Nähe Ihrer Maine Coon sind, denn sie ist äußerst anpassungsfähig und unkompliziert. 

Die Maine Coon hat einen langen, buschigen Schwanz, lange Beine und kräftige Gesichtszüge. Häufig sind sie polydaktyl, das heißt, sie haben zusätzliche Zehen an den Pfoten. Kein Wunder, dass sie als beeindruckende Jäger gelten!

Charaktereigenschaften und Verhalten

Orangefarbene Maine-Coon-Katze draußen an der Leine

Die Maine Coon ist verspielt, anpassungsfähig und unabhängig. Wenn sie kuscheln möchte, wird sie sich neben Sie rollen. Ansonsten möchte sie einfach im selben Raum wie Sie sein, ohne ständig Ihre Aufmerksamkeit einzufordern. 

Diese Katze ist jedoch bekannt dafür, sehr gesprächig zu sein. Wenn Sie ein Zwitschern oder einen niedlichen Triller hören, ist das kein Vogel – das ist die Katze!

Sie sollten Ihre Maine Coon auf jeden Fall bei Laune halten, denn sie hat viel Energie zu verbrennen. Reichlich Katzenspielzeug, Kratzbäume und Aussichtsplätze zum Herumklettern helfen ihr, sich auszutoben und Energie abzubauen. Wenn Sie das Bewegungsprogramm Ihrer Katze noch aufpeppen möchten, können Sie Ihre Maine Coon auch an der Leine spazieren führen! So kann Ihre Katze die Außenwelt sicher erkunden und sich gleichzeitig richtig bewegen. 

In der Regel ist ein Kater der Maine Coon kontaktfreudiger als eine Kätzin. Kater sind eher motiviert, ihre Menschen zu beeindrucken, und stehen gerne im Mittelpunkt. Weibliche Maine Coons sind ebenso verspielt und liebevoll, benötigen jedoch etwas mehr Zeit, um sich zu öffnen und ihr wahres Wesen zu zeigen. 

Sollten sich Nagetiere in Ihrem Zuhause befinden, wird die Maine Coon diese garantiert aufspüren. Sie sind exzellente Jäger – ein Erbe ihrer Vergangenheit als Scheunenkatzen – und lieben es, Aufgaben zu bekommen oder neue Tricks zu lernen. Insgesamt ist die Maine Coon eine bemerkenswert gut erzogene Katze: freundlich, aufmerksam und tolerant.  

Pflege einer Maine Coon

Maine-Coon-Katze geht vom Litter-Robot weg

So unkompliziert eine Maine Coon auch sein mag, ihre Pflege erfordert dennoch etwas Aufwand. Da ihr Fell lang und dicht ist, muss es regelmäßig gebürstet werden. Es kann sich verheddern oder verfilzen, lässt sich aber insgesamt gut pflegen.

Der Zugang zu einer sauberen Katzentoilette ist ein wichtiger Bestandteil der körperlichen und verhaltensbezogenen Gesundheit Ihrer Katze. Katzen mögen keine schmutzige Katzentoilette, doch wir wissen, dass Katzenhalter nicht immer sofort zur Stelle sind, um sie zu säubern. Genau hier kommt eine automatische, selbstreinigende Katzentoilette wie der Litter-Robot ins Spiel. Ihre Katze fühlt sich bei jedem Besuch frisch und sauber, und Sie müssen niemals selbst schaufeln!

Gesundheitliche Probleme

Die Maine Coon gilt grundsätzlich als gesunde Rasse. Aufgrund ihrer Größe kann sie jedoch anfälliger für bestimmte gesundheitliche Probleme sein. Dazu zählen Hüftdysplasie (die Schmerzen und Lahmheit verursachen kann) sowie Herzerkrankungen wie die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM). Zudem können sie zu spinaler Muskelatrophie neigen. 

Mit jährlichen Tierarztbesuchen können Sie sicherstellen, dass es Ihrer Maine Coon gut geht und sie sich rundum wohlfühlt. Sollten Sie an Ihrem Haustier etwas Ungewöhnliches bemerken, wenden Sie sich natürlich so schnell wie möglich an Ihren Tierarzt. 

Das Leben mit einer Maine Coon

Wenn Sie ein Maine-Coon-Kätzchen oder eine ausgewachsene Maine Coon bei sich aufnehmen möchten, sollten Sie darauf vorbereitet sein, Ihr Zuhause mit einer sehr großen Samtpfote zu teilen. Diese Katze werden Sie so schnell nicht übersehen – doch Sie werden auch bemerken, wie viel zusätzliche Freude sie in Ihr Leben bringt. 

Bevor Sie sich für eine Maine Coon entscheiden, lohnt sich ein Blick in unseren Ratgeber zur Katzenadoption, damit Sie bestens vorbereitet sind!

Quellen:

Bildnachweise:

  • Kanashi via Unsplash
  • Bee Felten Leide via Unsplash
  • Yurii Stupen via Unsplash
  • Amber Kipp via Unsplash